Biomedizinische Analytik im Kampf gegen Krebs

Eine der häufigsten Todesursachen weltweit wird am Weltkrebstag, dem 4. Februar, genauer unter die Lupe genommen. Während die Anzahl der Neuerkrankungen bei Frauen und Männern zunimmt, entstehen im Labor vielversprechende Therapieansätze mit Hoffnungen auf Heilungschancen.

In Österreich erkranken pro Jahr rund 40.000 Personen an Krebs, wobei die Statistik (Quelle: Statistik Austria) besagt, dass die Anzahl der Neuerkrankungen (Inziden) weiter steigen soll. Hauptursache hierfür ist vor allem die Zunahme des Lebensalters in der Bevölkerung. Neue Ansätze in der Krebstherapie können die Sterblichkeitsrate jedoch zunehmend senken und erzielen auch in Österreich viele positive Ergebnisse. Mit der Prognose des Aufwärtstrends der Krebsinzidenzen durch den wachsenden Anteil der über 75-Jährigen, steigt gleichzeitig die Hoffnung von Betroffenen auf Fortschritte in der Krebstherapie.

Diagnose Krebs

Krebs ist eine bösartige Veränderung von Zellen, die sich unkontrolliert vermehren und nicht nach ihrer vorgesehenen Lebensdauer absterben. Dabei verdrängen und zerstören sie das benachbarte gesunde Gewebe und breiten sich über Metastasen im ganzen Körper aus. Sowohl in der Krebsdiagnostik, als auch während des Therapieverlaufes kommt der Biomedizinischen Analytik eine wichtige Rolle zu: Im Labor werden unter anderem Blut- oder Gewebeproben analysiert, um eine Krebserkrankung festzustellen beziehungsweise um den Behandlungserfolg zu beurteilen. So können bei manchen Krebsarten sogenannte Tumormarker bestimmt werden. Diese Moleküle sind bei einer Krebserkrankung vermehrt im Blut nachweisbar und geben einen Hinweis darauf, ob ein bestimmter Tumor vorliegt oder nach einer Therapie wiedergekehrt ist. Oft zeigen Analysen der Tumormarker schon früher als andere Untersuchungsmethoden (wie Ultraschall oder Darmspiegelung) eine Rückkehr der Erkrankung an.

Zukunftsperspektive „Made in Austria“

Durch medizinische und technische Fortschritte wird die Behandlungsvielfalt stetig erweitert. Innovative Therapieansätze kommen dabei auch aus Österreich. An der Medizinischen Universität Innsbruck wird seit Jahren an einer Strompflastertherapie zur Bekämpfung des Glioblastoms, einem bösartigen Hirntumor bei Erwachsenen, gearbeitet. Dabei leiten Pflaster auf dem Kopf Wechselstrom unter die Haut und stören die Zellteilung der Tumorzellen. Vielversprechend an diesem Ansatz sind die ersten erfolgreichen Tests zur Wirksamkeit und der zugleich schonende Effekt auf die Patient*innen. In Innsbruck wird noch auf die Erstzulassung im medizinischen Bereich gewartet (Stand: Jänner 2020).

Vorbeugung kann Leben retten

Alljährlich soll am Weltkrebstag auf die Wichtigkeit von Krebsvorbeugung und Vorsorgeuntersuchungen hingewiesen werden. Dazu gehören vor allem regelmäßige Hautchecks, Darmspiegelungen ab dem 50. Lebensjahr, Mammografien bei Frauen ab 40 und Prostatauntersuchungen bei Männern ab 40. Denn: Je früher eine Krebserkrankung entdeckt wird, desto besser stehen die Heilungschancen.

© Zöchbauer

Weitere Informationen:

Studiengang Biomedizinische Analytik (Bachelor) (https://www.fh-campuswien.ac.at/departments/gesundheitswissenschaften/studiengaenge/detail/biomedizinische-analytik-bachelor.html

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