Vom 13. bis 14.April fand heuer wieder das Young Engineers Colloquium in München statt. Der IABSE Kongress wurde an der Universität der Bundeswehr als Veranstalter abgehalten und wurde mit Unterstützung von 26 Sponsoren unter anderem ARUP, doka, Sofistik, Schimetta Consult Ziviltechniker GmbH und Eisner ZT GmbH ausgerichtet. Die Veranstaltung teilte sich in drei Sessions, hierbei wurde zwischen mündlichen Präsentationen und Poster Präsentationen unterschieden. Unser Vortrag hat sich, dank vorheriger Gremiumsauswahl, unter den sechs mündlichen Präsentationen von gesamt 29 Beiträgen eingefunden. In der dritten Session wurde unser Vortrag „Bridge maintenance algorithm based on drone inspections”, unter dem Chair der Austrian IABSE Group Herrn Prof. Dr. Peter Maydl, abgehalten.

 Da das Forschungsthema zukunftsträchtig, sich hoher Relevanz zur Umsetzung langfristiger Unternehmensziele erfreut, wurden direkt nach dem Vortrag noch einige Fragen zum Thema Aufwand der Digitalisierung, Modellierung der Brücken, Rechenkapazitäten, erste Umsetzungen sowie der Parametrisierung der Zustands-Algorithmen gestellt. Die Forschungsarbeiten wurden von einer sechsköpfigen Jury reviewed, welche sich durch Marcin Bulkowski, ARUP GmbH, Dr. Roman Geier, Schimetta GmbH, Dr. Eike Klingsch, Vonovia, Univ.-Prof. Dr. Markus Knobloch, Ruhr-University Bochum, Prof. Dr.-Ing. Marion Rauch, Hochschule Kaiserslautern, Univ.-Prof. Dr.-Ing. Gerald Siebert, Universität der Bundeswehr zusammensetzte.

Der Vortrag handelte über die Digitalisierung und Objektivierung von Zustandsbewertungen bei Brückenobjekten sowie die Erarbeitung eines kompletten Bridgestocks auf verorteter 3D-Modellbasis mit hinterlegten Datenbanken der Brückenprüfungen und digitalisierten Zustandsmessungen. Weiter sollen Inspektionsreminder für Brückenprüfer in die zukünftige Software implementiert werden, welche eine übersichtliche und schnelle Auskunft über die Zustände der einzelnen Tragwerke im Bestand gibt. Der Zustandsalgorithmus zur automationsunterstützen Zustandsbewertung wurde anhand der Grundlagen des ASFINAG-Bauteilkataloges erstellt. Das Paper wurde im IABSE Report Journal veröffentlicht. Schlussendlich freue ich mich auch über ein Jahres Membership von IABSE, welche ein weiteres Potential zum internationalen Wissensaustausch bzw. zur Teilnahme von Kongressen darstellt. Die fachliche Diskussion im Anschluss an die Vorträge eröffnete neue Kontakte und in weiterer Folge auch mögliche Forschungskreise bzw. etwaige Kooperationen. Fazit: Die FH-Campus Wien war als einzige Fachhochschule auf diesem Kongress vertreten, wodurch weiteres Interesse durch Fachleute geweckt wurde und eine positive Reputation der FH Campus Wien gegeben ist.

Mit besten Grüßen,

Michaela Kopp

 

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