Erfahrungsbericht Safety Day 2014 FH Campus Wien

Erfahrungsbericht
Safety Day 2014 an der FH Campus Wien Thema:

„Wieviel Safety braucht die Industrie?

Zum 3. Mal fand am 2. April eine Tagesveranstaltung zum
Thema Safety und deren Angrenzungsbereichen statt. Nach einer Eröffnungsrede
durch den Geschäftsführer der FH Campus Wien, Wilhelm Behensky wurde die
Veranstaltung souverän von Charlotte Hager moderiert. Der Leiter des VISSE, Hans
Tschürtz konnte die letzten Errungenschaften des Instituts dem Fachpublikum
vorstellen. Das präsentierte ISaPro® Shell-Model hilft, bereits in der
Vorprojektphase, Safety Anforderungen in einem breiten Anwendungsfeld als
holistische Visualisierung darzustellen.

Die Keynote kam von Stefan Poledna, Vorstand der TTTech zu neuen
Herausforderungen bei Safety kritischen Systemen.  Herr Poledna zeigte Wege auf, um bestehende
und zukünftige technische Sicherheitsherausforderungen zu Lösen. Auch wenn die
Technik konstant an Komplexität zunimmt, die Sicherheitsingenieure folgen ihr
verbissen und in kurzem Abstand.

Als Strategie-, Risiko- und Sicherheitsgeneralist war mein
persönlicher Höhepunkt des Tages ein Paket aus drei Komponenten.

Die erste kam von Martin Reber, dem leitenden  Risikomanager der Schweizerischen
Bundesbahnen Division Infrastruktur. Wir wurden in die Herausforderungen der
Schweizer Bahninfrastruktur eingeführt und die systemisch durchdachten
Risikoevaluationsmethoden von Herrn Reber waren beeindruckend.  Trotz dreisprachigem Aktionsraum, schwieriger hierarchischer
und finanzieller Einbettung im Bahngefüge, konnte die SSB den Kurs des „Katastrophensommers
2013“ in Richtung „sicherer Bahnhof“ ändern.

Die zweite kam im Doppelpack vom globalen Leiter der HSSE,
Andreas Scheed und der Prozess Safety Managerin Ulrike Weingerl, beide von der
OMV AG. Das Thema war mit „Sicherheit als ökonomischer Faktor eines, dass für
wohl alle Betriebe mit humanintensiven Geschäftsmodellen ein Faktor ist. In den
letzten 25 Jahren konnten tödliche Unfälle und Ausfallszeiten nach Unfällen um mehr
als die Hälte gesenkt werden. Basis dafür war ein durchdachtes Safety Konzept
und die tragende Unterstützung des OMV Vorstandes. Der Prozess Safety Plan und
ein Video von David C. Davies, dem CFO des Energiekonzerns, diente als
anschaulicher Beweis dafür.  Da ist nicht
nur für das Firmenimage positiv sondern hält auch die Aktionäre bei Laune. 

Die dritte fand in Form eines Workshops mit dem Schwerpunkt
„Integriertes Managen: Risiko-, Business Continuity- und Sicherheitsmanagement“
statt. Unter der Leitung von Martin Reber gab es regen Austausch zwischen
Bereichsverantwortlichen von  OMV, ÖBB,
Wien Holding, Flughafen Wien, Austrocontrol, Knowles Electronics, Böhringer
Ingelheim, ISS Holding und anderen statt. Der Schlagabtausch von brennenden
Problemen mit identifizierten Lösungen war nicht nur fachlich eine Erweiterung
sondern auch menschlich eine Bereicherung.

Zwischen und nach den Blöcken waren die persönlichen
Gespräche wie immer das Sahnehäubchen. Das Organisationsteam um Karin Obermann
hat zum dritten Mal in Folge einen erfolgreichen Safety Day und viele neue
Kontakte ermöglicht.

Danke, bis zum nächsten Jahr

Edgar Scharon

Leiter Competence Center Services ISS Austria Holding und Dreifachabsolvent der
FH Campus Wien

Zu diesem Artikel gibt es noch keine Kommentare (Kommentare abonnieren (RSS) oder URL Trackback)

Kommentare sind leider nicht erlaubt.